Beschreibung
Modul 1: „Der Palliative Care Ansatz“
Seit dem Hospiz- und Palliativgesetz von 2015 ist die Palliativversorgung ein unverzichtbarer Bestandteil der gesundheitlichen Regelversorgung. Einrichtungen der Eingliederungshilfe stehen vor der wichtigen Aufgabe, entsprechende Strukturen zur palliativen Begleitung aufzubauen.
Dieses Weiterbildungskonzept basiert auf dem etablierten Curriculum für Pflegende (Kern, Müller, Auernhammer). Es wurde speziell ergänzt durch Inhalte, die auf die Bedürfnisse der Behindertenhilfe abgestimmt sind. Wir berücksichtigen hierbei gezielt die 10 Kernkompetenzen der European Association for Palliative Care (EAPC)– ergänzt mit dem speziellen Blick auf die komplexen Bedarfe von Menschen mit schwerster Beeinträchtigung und nonverbaler Kommunikation.
Aufbau und Inhalte des Moduls
Modul 1 umfasst 5 Tage mit insgesamt 40 Unterrichtseinheiten (UE).
Es ermöglicht unter anderem Antworten auf folgende Fragen:
- Wie gehen wir damit um, wenn jemand nicht mehr isst und trinkt?
- Wie können wir Schmerzen erfassen und wann setzen wir starke Schmerzmittel ein?
- Wie gehen wir mit der Wahrheit um?
- Wie erfassen wir Wünsche und Werte?
- Wie erkennen wir das Sterben. Was ist zu tun? Was ist zu lassen?
- Wie begleiten wir Angehörige?
- Wie begleiten wir Mitbewohner:innen, damit sie das Geschehen verstehen können?
- Wer kann uns unterstützen?
- Wo sind unsere Grenzen?
Diese Weiterbildung ist praxisnah, teilnehmerorientiert und bietet Raum für Reflexion sowie Austausch auf Grundlage eigener Erfahrungen und Fragen.
Abschluss und Zertifizierung
Mit dem Zertifikat aus Modul 1 erhalten Sie Zugang zu Modul 2 (120 UE), angeboten durch die Fachgesellschaften. Die Absolvierung beider Module entspricht den Vorgaben nach § 39a SGB V sowie § 132 i. V. m. § 37b SGB V.
Kursleitung und Dozentin
Barbara Hartmann, M.Sc. Palliative Care – Dozentin, Kursleiterin und Ethikberaterin
Termine und Ort
Teil 1: 13.-15.01.27
Teil 2: 18.-19.02.27
